Seide

 

• kühlt im Sommer, wärmt im Winter

• zart zur Haut

• Temperaturausgleichend

• schnell trocknend

• leicht und geschmeidig

 

Gewinnung:
Von keiner anderen Faser werden so viele Mythen und Geschichten überliefert wie von der Seide. Die Reine Seide wurde vor fast 5000 Jahren in China entdeckt und ist eine Textilfaser mit bemerkenswerten Eigenschaften. Der Seidenfaden ist ein wahres Wunderwerk der Natur. Aus den Eiern des Schmetterlings (Maulbeerspinner) schlüpfen winzige Raupen, die sich nur von den Blättern es Maulbeerbaumes ernähren. Die Seidenraupe frißt bis zu 48 Mahlzeiten am Tag und dementsprechend ist auch das Wachstum enorm. In den ersten 6-7 Wochen müssen sie sich viermal häuten. Die wiederholte Häutung erklärt sich durch das schnelle Wachstum der Raupe. Eine voll ausgewachsene Raupe ist etwa 9 cm lang und zwölfhundertmal schwerer als
beim Ausschlüpfen. Nach der 5. Altersstufe beginnt die jetzt ausgewachsene Raupe sich mit einem Kokon zu umspinnen. Ein Haus, in dem sie sich in die Puppe verwandeln kann. Ihre Spinndrüsen produzieren einen Spinnstoff, der sich an der Luft sofort erhärtet. Drei bis vier Kilometer lang ist der Faden aus dem die Raupe den Kokon spinnt. Für diese Arbeit benötigt sie drei Tage und Nächte. Im Kokon verpuppt sie sich nach acht Tagen, um ihn nach weiteren acht Tagen zu durchbohren und als Schmetterling ans Licht der Sonne zu
schlüpfen. Verarbeitung: Damit der Falter des Seidenspinners beim Ausschlüpfen aus dem Kokon den Seidenfaden nicht beschädigt, werden die Kokons gesammelt und die Puppen mit heißer Luft abgetötet.
Dann werden die Kokons duch Heißwasserbäder erweicht. Von dem erweichten Kokon wird der Seidenfaden abgehaspelt. Bürsten lösen dabei das äußere Ende des Fadens ab. Der aufgespulte Faden hat eine Länge zwischen 400 und 800 m. Sieben bis acht Kokonfäden werden zum sog. Grége-Faden vereinigt. Da der Grége-Faden noch sehr dünn ist, werden zwei oder mehrere miteinander verzwirnt.

 

Wildseide:

Bei der Wildseide schlüpft der Seidenspinner aus, indem er sich durch den Kokon durchfrißt. So enstehen kurze Fasern, die dann zu einem langen Faden zusammengesponnen werden. Deshalb ist dieses Gewebe unregelmäßig und nicht so fein wie die Zuchtseide.

Eigenschaften:
Es ist ein interessantes Material, das geradezu belebend wirken kann, denn es kommt in seinem natürlichen Aufbau der menschlichen Haut am nächsten. Seide wirkt isolierend und elastisch zugleich. Im Winter wärmend, im Sommer leicht kühlend, also temperaturausgleichend und dadurch auch immer angenehm zu tragen.


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